(Source: edwardnortonamstrand)
(Source: edwardnortonamstrand)
Aha, ein seltener Schnappschuss von unserem Bademeister. Eine regelrechte Fügung, dass mir das hier so schnell vor die Flinte kommt. Am Institut trägt man diesen Sommer übrigens: stets zwei Badekappen übereinander (Profilaxe ist alles), dritte Zähne, mehrreihig und diese total irre Brille. Da kann das alte Modell glatt einpacken.
(Source: theshinyboogie)
Helen Levitt, New York, 1988.
(Source: borntoulouse)
Warren Zevon, Don’t Let Us Get Sick, Life’ll Kill Ya, 1999.
Ganz wundervoll: Spartenfernsehen, drugged.
noxe:
Der Amerikaner Micah Albert fotografierte diese Müllsucherin in Nairobi. Sie sagte, sie wünsche sich, mehr Zeit für die Bücher zu haben, die sie täglich finde. | © Micah Albert, USA/Redux Images
»In meiner Utopie würde man Solidarität nicht als ein Faktum verstehen, das erst durch das Ausräumen von ›Vorurteilen‹ oder durch den Vorstoß in vorher verborgene Tiefen erkennbar wird, sondern als ein anzustrebendes Ziel. Es ist nicht durch Untersuchung, sondern durch Einbildungskraft erreichbar, durch die Fähigkeit, fremde Menschen als Leidensgenossen zu sehen. Solidarität wird nicht entdeckt, sondern geschaffen. Sie wird dadurch geschaffen, daß wir unsere Sensibilität für die besonderen Einzelheiten des Schmerzes und der Demütigung anderer, uns nicht vertrauter Menschen steigern. Diese gesteigerte Sensibilität macht es schwieriger, Menschen, die von uns verschieden sind, an den Rand unseres Bewußtseins zu drängen, indem wir denken: ›Sie empfinden nicht so wie wir‹, oder: ›Leiden muß es immer geben, warum sollen nicht sie leiden?‹ Der Prozeß, in dessen Verlauf wir allmählich andere Menschen als ›einen von uns‹ sehen statt als ›jene‹, hängt ab von der Genauigkeit, mit der beschrieben wird, wie fremde Menschen sind, und neubeschrieben, wie wir sind. Das ist eine Aufgabe nicht für Theorie, sondern für Sparten wie Ethnographie, Zeitungsberichte, Comic-Hefte, Dokumentarstücke und vor allem Romane. Bücher wie die von Dickens […] Henry James oder Nabokov zum Beispiel zeigen uns im Detail die Art von Grausamkeit, deren wir selbst fähig sind, und bringen uns auf diese Weise dazu, uns selbst neuzubeschreiben. Das ist der Grund, warum Roman, Kino und Fernsehen langsam aber sicher Predigt und Abhandlung in der Rolle der Hauptvehikel moralischer Veränderungen und Fortschritte abgelöst haben.«